Tipps für einen optimalen Weingenuss

Für einen optimalen Weingenuss sollte man einige einfache Dinge berücksichtigen.

1. Inhalt bestimmt die Form

Jede Rebsorte hat Ihre eigenen Geschmacks- und Duftaromen. Damit das Bouquet optimal zur Geltung kommt, haben Glashersteller für viele Rebsorten ein optimales Glas kreiert!
Die menschliche Zunge ist in Regionen des Geschmacksempfindens auf der Oberfläche eingeteilt. Süß wird an der Zungenspitze erschmeckt, an der Seite vorne Säure und Bitterstoffe an der Seite weiter hinten. Je nach Rebsorte wird der Wein von einem perfekten Weinglas in die richtige Zone geleitet. Da der erste Geschmackseindruck vorherrschend ist und dieser sich auch durch Bewegen des Weines in der Mundhöhle nicht mehr ändert, ist die Glasform ganz entscheidend. Es ist erstaunlich, wie durch die Form des Glases Düfte und Geschmack intensiviert werden können!

In unserem Shop finden Sie speziell abgestimmte Gläser für folgende Rebsorten und Weine:

2. Wandstärke

Um die Reinheit und Farbe des Weins beurteilen zu können, sollte der Kelch eines Weinglases aus dünnem Glas bestehen. Eine dünne Wandstärke führt zu einer unmittelbaren Temperaturwahrnehmung. Dicke Wandstärken haben den Nachteil, dass die Temperatur des Glases auf das Getränk übertragen wird.

3. Duftwahrnehmung

Die Freude am Duft ist größer, wenn der Wein im Glas geschwenkt wird. Durch die Zunahme der Verdunstungsoberfläche können sich die Vielfalt und Stärke der Aromen schneller entwickeln. Die Wahrnehmung des Geruches ist bestmöglich, wenn die Nase in die richtige Position gebracht wird, in der sie - tief ins Zentrum des Glases getaucht - nach der Botschaft des Weines forscht.

4. Füllhöhe

Generell füllt man ein Weinglas nur zur Hälfte. Auch in der Gastronomie sollte dies beachtet werden. Bevor man das Glas zu voll füllt, sollte lieber eine Karaffe oder ein Krug dazu gereicht werden. Der Wein kann sein Bouquet nur in einem Glas mit genug Luft über dem Weinpegel richtig entfalten und eine korrekte Beurteilung des Weins ermöglichen.

5. Temperatur

Bei einem Rotweinglas darf die Temperatur 15 bis 17 Grad betragen, bei Weißwein 8 bis 10 Grad. Ein Weinglas sollte nicht aus der Kühlung kommen, da es dann beschlägt. Jedoch sollte es auch nicht in der Sonne stehen, da es die Wärme an den Wein abgeben würde.

6. Gravuren und Schliffe

Gravuren und Schliffe sind in einem Weinglas eher hinderlich, da sie die Beurteilung des Weines erschweren. In einem Kristallglas entfaltet sich der Duft des Weins nicht so intensiv wie bei einem Bleikristallglas. Sekt- und Champagnergläser bekommen einen kleinen Fehler eingeschliffen abseits der Mittelachse. Die Kohlensäure-Bläschen setzen sich hier ab und die aufsteigende Schnur der Perlen wird so gezeigt.

7. Dekantieren

Weißwein muss meist nicht dekantiert, d.h. in eine Karaffe vorsichtig umgefüllt werden. Ein Lüften (rechtzeitiges öffnen der Flasche) ist nur bei ganz wenigen Weißweinen sinnvoll. Ein hervorragender Mersault aus Burgund oder einer der deutschen trockenen Spitzenrieslinge erweitern ihr Duft- und Fruchtaroma durch Sauerstoffzufuhr.

Bei manchen Rotweinen kann das Dekantieren in eine Karaffe eine Verbesserung im Duft und Geschmack bringen. Bei sehr jungen Rotweinen mit hohem Tanningehalt öffnen sich die Fruchtaromen durch die Sauerstoffzufuhr. Der Wein schmeckt meist angenehmer und runder. Bei lang lagerfähigen Weinen, die noch nicht oder gerade im trinkreifen Alter sind, macht dies auch Sinn. So z.B. bei Weinen aus Bordeaux, Burgund, Barolo etc.! Weine mit einem Depot im Flaschenboden sollten ebenfalls dekantiert werden.  Bei reifen und alten Weinen aus Bordeaux und Burgund kann das Dekantieren zum Kippen führen. Solche Raritäten sollten aus der Flasche ins Weinglas gelangen, da sie zuviel Sauerstoffzufuhr selten vertragen.

Man sollte nun aber nicht jeden Wein dekantieren. Bei jung zu trinkende Weine bringt eine Dekantierung keine Verbesserung.

 

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