Hartporzellan mit hoher Härte und Ritzbeständigkeit

Hartporzellan - Porzellan mit hoher Härte und Ritzbeständigkeit

Der Begriff Porzellan stammt aus dem Italienischen. Als Porcella bezeichnete man dort eine Muschel, die wie Porzellan aussieht. Man nimmt an, dass Marco Polo diesen Begriff als erster verwendete, weil er glaubte, dass die Chinesen aus diesem Material Porzellan herstellten.

Tatsächlich wurde das Porzellan im Jahre 1709 von Johan Friedrich Böttger "neu" erfunden, da die Chinesen bereits seit dem 9. Jahrhundert Porzellan produzierten, das Herstellungsverfahren allerdings nicht preisgaben.

Porzellan wird in Hartporzellan und Weichporzellan eingeteilt. Zur Gruppe des Weichporzellans zählt z. B. Bone China.

Hartporzellan zeichnet sich durch eine außerordentliche Oberflächenhärte der Glasur und eine besondere Festigkeit des Scherbens aus.
Diese entstehen durch einen hohen Kaolinanteil (50%) und eine Feldspatglasur, die erst bei einer Temperatur von 1350 bis 1450 °C auschmilzt. Bei dieser Temperatur sintert der Porzellanscherben. Unter Sintern versteht man die Verfestigung kristalliner, körniger oder pulvriger Stoffe durch Zusammenwachsen der Kristallite bei entsprechender Erwärmung. Beim Sintern dürfen jedoch nicht alle Komponenten aufgeschmolzen werden.

Durch die hohe Brenntemperatur ist die mögliche Farbpalette von Hartporzellan eingeschränkter als bei Weichporzellanen. Um das Hartporzellan als Spülmaschinenfest auszurüsten, sind Unter- und Inglasurdekorationen nötig.